Welcher Zuckerersatz ist für Diabetiker geeignet?

Personen, die an Diabetes leiden, sollten vor allem normalen Haushaltszucker, der leere Kalorien enthält, möglichst meiden. Vor allem auf zuckerhaltige Getränke sollte verzichtet werden, da diese kein Sättigungsgefühl vermitteln aber zur Gewichtszunahme führen.

Alternativen zum Zucker

Alternativen zum Zucker

Grundsätzlich wird zwischen Süßstoffen, Zuckeraustauschstoffen und Fruktose unterschieden.

Süßstoffe

Süßstoffe sind natürliche oder synthetische Verbindungen, kalorienfrei und besitzen eine intensive Süßkraft. Sie sind als Tabletten, als Pulver oder in flüssiger Form erhältlich.

Aspartam:

Aspartam (E 951) ist ein synthetischer Süßstoff, der als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen ist. Wer täglich bis zu 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht Aspartam zu sich nimmt, muss mit keinerlei Nebenwirkungen rechnen (Ausnahme Personen, die an Phenylketonurie leiden)

Acesulfam:

Acesulfam ist kalorienfrei und etwa 200 mal süßer als Zucker. Dieser Süßstoff lässt sich gut lagern, ist stabil und hitzebeständig, wird nicht verstoffwechselt und unverändert wieder ausgeschieden. Geeignet für Diabetiker.

Cyclamat:

Dieser in der EU zugelassene Süßstoff hat die geringste Süßkraft. Cyclamat lässt sich gut mit anderen Süßstoffen kombinieren. Wird nicht verstoffwechselt.

Saccharin:

Der Süßstoff gilt als unbedenklicher Ersatz für Zucker. Es handelt sich um den ältesten am Markt befindlichen Süßstoff. Er ist 300 bis 500 x süßer als Zucker. Kann von Diabetikern auch zum Kochen und Backen verwendet werden.

Neoherespidin:

Es handelt sich um einen Süßstoff ohne Kalorien, der auch gern als Geschmacksverstärker eingesetzt wird.

Stevia:

Das aus der aus der Pflanze Stevia rebaudian gewonnene Süßungsmittel ist ebenfalls eine Alternative zu Zucker und enthält keine Kalorien. Steviolglycosid, das auch als Süßakut oder Honigkraut, bekannt ist, hat die zweihundert- bis dreihundertfache Süßkraft von Zucker.

Zuckeraustauschstoffe

Zuckeraustauschstoffe kommen natürlich vor und sind süßlich schmeckende Kohlenhydrate.

Erythrit:

Erythrit ist ein Zuckeralkohol, der in der Natur in geringen Mengen in verschiedenen Obstsorten, in Pilzen sowie in fermentierten Lebensmitteln vorkommt. Die Süßkraft von Erythrit beträgt etwa 70 Prozent von Haushaltszucker. Als Zuckerersatz kommt der mild-süße Erythrit dem Geschmack von Saccharose sehr nah.

Erythrit hat als Zuckerersatz ohne Kalorien einen glykämischen Index von Null und hat daher keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Erythrit wird insulinunabhängig verstoffwechselt, daher ist dieser Zuckerersatzstoff gut für Diabetiker geeignet ist. Auch für Personen die unter Fruktoseintoleranz leiden, stellt Erythrit eine gute Alternative dar, da es keine Fruktose enthält und den Glykogenstoffwechsel nicht beeinflusst.

Erythrit wirkt nicht kariesfördernd und ist gut verträglich. Nur bei übermäßiger Verwendung können Blähungen und Durchfälle auftreten.

Xylit:

Birkenzucker ist natürlich, zahnschonend, erhöht nicht den Blutzucker und kann sparsam verwendet werden. Xylit ist in geringen Mengen in Gemüsesorten und Früchten sowie in den Rinden von Birken und Buchen enthalten. Mit seiner Süßkraft von fast 100 Prozent schmeckt der Zuckerersatz ähnlich süß wie normaler Haushaltszucker.

Xylit enthält 240 Kilokalorien pro 100 Gramm und hat daher weniger Kalorien als Saccharose. Der Blutzuckerspiegel steigt nach dem Verzehr von Xylit nur gering an. Gut für Diabetiker geeignet.

Sorbit:

Sorbit ist ein Zuckeralkohol. Man findet ihn vor allem in Kernobst. Kommt in diätischen Lebensmitteln zum Einsatz.

Fruktose:

Viele Jahre wurde Fruktose in speziell für Diabetiker geeigneten Lebensmitteln empfohlen und verwendet. Internationale Studien haben nun ergeben, dass Fruktose zur Entstehung des metabolischen Syndroms beiträgt, Adipositas fördert und in großen Mengen zur Fettleber führt. Deswegen werden spezielle Diabetiker Lebensmittel nicht mehr erzeugt und Fruktose für Diabetiker nicht mehr empfohlen.

Zuckerarten, die für Diabetiker nicht geeignet sind:

Auf Zuckerersatzstoffe wie Kokosblütenzucker, Agavendicksaft, Reis- und Ahornsirup sollten Diabetiker verzichten, sie erhöhen den Blutzucker.

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