Sind Zuckerersatzstoffe gesund oder ungesund?

Da im Volksmund die allgemeine Meinung herrscht, dass Zucker ungesund ist, greifen viele Menschen zu Zuckerersatzstoffen wie Stevia, Aspartam und Co. Es entspricht zwar den Tatsachen, dass Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe gut für Diabetiker geeignet sind, da in den Lebensmitteln meist schon zu viel Zucker enthalten ist.

Viele Menschen denken aber auch, dass sie ihre Figur und ihre Zähne schützen, wenn sie Zucker meiden und dafür alternativ zu Zuckerersatz oder Süßstoff greifen.

Wie gesund sind die Zuckerersatzstoffe?

Wie gesund sind die Zuckerersatzstoffe

In den letzten Jahren ist der Markt im Bereich der Zuckerersatzstoffe stark gestiegen. Aspartam, Erythrit, Xylit und Stevia sind nur ein paar Beispiele in der Süßstoffkette. Viele dieser Süßungsmittel sind mittlerweile in der EU zugelassen und werden täglich von vielen Menschen konsumiert. In Pillenform hauptsächlich zum Kaffee oder Tee und flüssig zum Backen.

Kein Wunder, der Ruf von Zucker, Saccharose und anderem freien Zucker, der zugesetzt wird, um Lebensmittel ab Fabrik zu süßen, ist schlecht. Auch für Typ -2 Diabetes ist der Haushaltszucker nicht unbedingt empfehlenswert. Inzwischen beobachten Forscher auch einen Zusammenhang bei Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zu viel Zuckerkonsum.

Die Frage, welche sich hier aufwirft, lautet schlicht: „Sind die Ersatzstoffe tatsächlich unbedenklicher als das Original“?

Ist es eventuell möglich, dass die Ersatzstoffe einfach nur auf einem anderen Weg unserer Gesundheit schaden?

Was verbirgt sich hinter diesen Süßstoffen?

Einer der größten Hersteller ist die Firma Xucker GmbH. Hinter dem Namen verbirgt sich der Stoff „Xylit“, welcher auch als Birkenzucker oder als E967 bekannt ist. Der Zuckeralkohol kann zum Beispiel aus der Rinde von Buchen und Birken gewonnen werden. Da die Nachfrage stetig steigt, wird häufig auch Mais verarbeitet. Wobei sich am Geschmack nichts ändert.

Die Süßkraft ähnelt der Süße von Haushaltszucker. Der Vorteil von Xylit ist, dass er rund 40 Prozent weniger an Kalorien als normaler Zucker besitzt. Xylit soll nicht alleine der Figur auf die Sprünge helfen, sondern auch wirksam Karies bekämpfen.

Schon 1970 fanden Wissenschaftler heraus, dass im Rahmen der sogenannten Turku-Studien die Zahnkaries verursachenden Bakterien den Xylit-Stoff nicht verarbeiten können. Folglich wird dadurch weniger Säure produziert, welche den Zahnschmelz angreift. Des Weiteren regt Xylit die Speichelbildung an, was wiederum neuen Bakterien entgegenwirkt. Es gilt schon eine Menge bis 10 Gramm als Kariesschutz.

Der Stoff Xylit kann jedoch Karies nur dann verhindern, wenn Sie es nicht zusätzlich, sondern anstatt von Zucker konsumieren. Ein Sprichwort sagt: „Weil ich es mir wert bin“, denn 1 Kilo Xylit kostet zwischen 10 und 15 Euro und 1 Kilo Haushaltszucker gerade einmal 1 Euro.

Zuckeraustauschstoff ist nicht mit Süßstoff vergleichbar

Während Erythrit oder Xylit als sogenannte Zuckeraustauschstoffe dem Haushaltszucker sehr ähnlich sind, verfügen viele Süßstoffe über keine Kalorien und sind wesentlich süßer als ihre Vorbilder. In der EU sind derzeit elf Süßstoffe zugelassen. Zu denen gehören Stevia-Verbindungen und Aspartam, zu denen es einen ADI-Wert gibt, der angibt, wie viel man davon täglich davon Essen kann, ohne gesundheitliche Folgen befürchten zu müssen.

Auf den Punkt gebracht

  • Süßstoffe werden chemisch hergestellt oder industriell aus Pflanzen mit hoher Süßkraft. Hier gelten strenge Höchstmengen. Dazu gehören: Cyclamat, Aspartam, Steviolglykose und Saccharin.
  • Zuckeraustauschstoffe verfügen über eine geringere Süßkraft und enthalten weniger Kalorien. In der Regel sind es Zuckeralkohole oder Kohlenhydrate wie Erythrit oder Xylit. Hierfür gibt es keine rechtlich festgelegten Höchstmengen.

Zusammenfassung und Fazit

Süßungsmittel und Zuckerersatzstoffe ist quasi der Volksbegriff oder Oberbegriff laut der europäischen Zusatzstoffverordnung. So sind die Zuckerersatzstoffe nicht schädlich und die Süßstoffe in Maßen eingenommen ebenso wenig.

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